Dieses wunderschöne Kinderbett sieht aus wie ein kleines Haus! (© Yuri-U | Fotolia)

In der Kindheit bietet jeder Tag ein neues Abenteuer. Um die alltäglichen Erlebnisse und Reize zu verarbeiten, benötigen Kinder ausreichend Schlaf. Erholsam soll dieser ausfallen und die Schlafstätte muss altersgemäßen Sicherheitsanforderungen genügen, ohne dabei den Komfort einzuschränken. Das Angebot am Markt ist zwar riesig, folgt aber zumindest groben Alterseinteilungen.

Die schönsten Kinderbetten

Letzte Aktualisierung am 15.06.2021 um 20:43 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Das richtige Kinderbett – Übersicht

  • Für den richtig kleinen Nachwuchs leisten die klassischen Gitterbetten gute Dienste. Die Gitterstäbe dürfen nicht zu weit auseinander stehen, da neugierige Kinder ihren Kopf oder Extremitäten hindurchzwängen und steckenbleiben könnten.
  • Ein einfaches Beistellbett ist zu einer Seite hin offen und wird an das Elternbett angesetzt. So schläft das Baby quasi in seinem eigenen Abteil und ist dennoch bei Mama und Papa zu Gast. Eltern haben bei flexiblen Betten die Wahl. Sie können ein Gitter herausnehmen und es als Beistellbett nutzen oder als getrennte Einheit dem Kind sein eigenes, abgeschottetes Schlafdomizil schenken.

Die richtige Größe für jedes Alter

Für die ersten zwei bis maximal drei Lebensjahre reichen Größen von 60 x 120 cm in aller Regel aus. Nachteil: Solche Betten lassen sich nicht weiter verwenden. Ein Umbau zum Juniorenbett fällt meist flach.

Modelle ab 70 x 140 cm werben dagegen häufiger mit dieser durchaus interessanten Eigenschaft. Alle Stäbe lassen sich komplett entnehmen sowie die Schlafebene tiefer legen. Somit reduziert sich die Verletzungsgefahr bei wilden Träumen erheblich. Eine Eignung bis zum 5. Lebensjahr ist dadurch gewährleistet, sofern kein ausgesprochen großes Exemplar das Familienerbe fortführt.

Haben die Nachkömmlinge erstmal ein bestimmtes Alter erreicht, wird es Zeit für eine deutlich größeres und robusteres Modell. Gewicht und Körpergröße stellen neue Anforderungen an das Grundgerüst. Ein Mitwachsbett offeriert sich als dynamische Option. Anfangs sind diese mit Abmessungen bereits ab 70 x 140 cm erhältlich und ermöglichen oft die Installation eines Rausfallschutzes. Zu Beginn macht dessen Verwendung auch bei niedrigen Höhen durchaus Sinn. Per Auszug erstreckt sich auf Wunsch die Gesamtlänge auf stolze zwei Meter. Diese Betten begleiten den Nachwuchs durch die komplette Kindheit bis in ihre Jugendzeit.

Die Kindermatratze ist das wichtigste Element des Kinderbettes

Etwas problematischer kann die Suche nach einer passenden Matratze ausfallen. Im ungünstigsten Fall wächst zwar das Bett, nicht aber die Matratze mit. Eine Verlängerung kann hier Abhilfe verschaffen. Einige Produkte kommen gleich mit passenden Schaumstoffstücken, die aneinandergereiht eine längere Liegefläche ergeben und eine individuelle Ausrichtung gestatten. Ausgewachsene Betten wirken mit 90 x 200 cm auf den ersten Blick etwas überdimensioniert. Aber auch hier gibt es interessante Kombimodelle im Handel, die zum Beispiel ein niedriges Bett in ein Hochbett mit Kletterleiter umfunktioniert. So bleibt für junge Träumer eine sichere Schlafhöhe gewährleistet und zum späteren Zeitpunkt dient der Hohlraum darunter als kleine Spielhöhle. Dieses Prinzip gilt auch bei Babybetten als äußerst beliebt. Dank der Höhenverstellbarkeit lässt sich der darunter befindliche Freiraum als Lager benutzen. Einige Anbieter liefern gleich passende Schubladen mit. Solche Stauraumbetten bieten Hersteller für nahezu jedes Alter an. Vor allem in kleineren Wohnungen stellen diese eine exzellente Wahl dar und nutzen den spärlichen Platz optimal aus. Spezielle Anfertigungen vereinen sogar zwei Betten für Kindheit und Jugend in einem Produkt. Kommoden und Regale runden das Paket ab und bilden quasi den Grundstock an Ausrüstung für ein komplettes Jugendzimmer. Ein sehr ähnliches Konzept mit vielfältigen Möglichkeiten ist auch beim Spielbett anzutreffen. Dank der hohen Lagerung der Schlafetage bleibt für Kinder eine große Spielfläche als Kellergeschoss übrig. Fertige Angebote statten das Bett gleich mit einer kompletten Spielzeugausrüstung aus. Darunter fallen Zelte, Spielküchen oder auch Piratenhöhlen. Selbst an die Förderung der Bildung wird bei manchen Varianten gedacht. Anstelle von zusätzlicher Unterhaltung bietet sich ein kleiner Tisch mit Lampe und Regalen als täglicher Arbeits- und Lernplatz für Schulaufgaben an. Für Geschwister oder Freunde zur Übernachtung steht das Etagenbett, auch Doppeldecker genannt, bereit. Zwar fehlt der praktische Stauraum, aber dafür finden gleich zwei Kinder darin Platz – häufige Streitereien, wer oben schlafen darf, inklusive. Ein besonderes Highlight für Kids sind Betten mit Rutsche. So wird das morgendliche Aufstehen zum Erlebnis. Gut gelaunte Kinder garantiert!

Rechtzeitig auf ein größeres Bett umsteigen

Recht schwierig ist die Wahl des richtigen Zeitpunktes für ein größeres Bett. Mitwachsende Modelle passen sich noch optimal an, während unflexible Modelle möglicherweise dem Nachwuchs zu geräumig vorkommen. Dieser fühlt sich im schlimmsten Fall darin einsam und verloren. Probeliegen und Rückfragen in örtlichen Geschäften kann hier bereits erste Eindrücke vermitteln, ob das erwählte Bett einen geeigneten Platz für die Nachtruhe des Kindes darstellt. Eine Trennung für Mädchen und Jungen unterliegt primär der Stilfrage. Im frühen Kindesalter herrscht eine hohe Aufgeschlossenheit gegenüber geschlechtsspezifischen Farben und Motiven bei beiden Geschlechtern. Bei der Wahl von mitwachsenden Betten oder Kinderbetten ab dem fünften Lebensjahr sollten Eltern allerdings dem stärker aufkeimende Rollenverständnis ihrer Nachkommen Tribut zollen.

Wichtig: Hohe Verarbeitungsqualität, robuste Materialien – und zwar schadstofffrei

Allgemeine Kriterien für die Verarbeitungsqualität gelten für Kleinkinder wie auch für Juniorenbetten. Scharfe Kanten, nicht sauber abgeschmirgelte oder unversiegelte Holzflächen sind nicht akzeptabel. Gleichzeitig dürfen Farben und Lacke nicht mit Speichel oder Schweiß reagieren, mit denen sie früher oder später garantiert in Kontakt kommen werden. Abhängig von der Art des Bettes existieren spezifische Anforderungen bezüglich der Traglast und Sicherheit. Hochbetten müssen aus besonders stabilen Material bestehen. Bevorzugtes Material ist bei dem Großteil der Hersteller Holz. Spanplatten gelten als weniger belastbar, treiben aber gegenüber Massivholz den Preis nicht in die Höhe. Noch stärker trifft dieses Auswahlkriterium auf Spielbetten mit einer Rutsche oder anderweitigem Unterhaltungsgegenständen zu. Dann dient das Bett nicht mehr als reiner Ruheplatz, sondern erfüllt zugleich den Zweck eines belebten Spielplatzes. Wer hoch hinaus will, kann tief fallen. Aus diesem Grund ist ein Fallschutz für kleine Kinder oder bei Hochbetten unentbehrlich und sollte immer zur Pflichtausstattung dazugehören. Zubehör wie Vorhänge bei Himmelbetten oder Stofftunnel dürfen außerdem keine losen Schnüre wegen der Gefahr einer Strangulation aufweisen.